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Hepatitis C

Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

Erreger:Hepatitis-C-Virus (HCV); weltweit verbreitet
Reservoir:Mensch
Übertragungsweg:kontaminiertes Blut oder Blutprodukte, durch ungenügend sterilisierte Instrumente, Tätowierungs
und Ohrstichgeräte, gemeinsame Benutzung von Spritzen und Kanülen bei i. v. Drogenabhängigen;
unwahrscheinlich: Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Sperma;
selten sexuell oder vertikal von der Mutter auf das ungeborene Kind
Inkubationszeit:2 Wochen bis 6 Monate (meist 6 - 9 Wochen)
Ansteckungsfähigkeit:solange HCV-RNA im Blut nachweisbar ist
Symptome:

ca. 75 % keine auffällige Klinik oder nur grippeähnliche Symptome;
ca. 25 % mit akuter Hepatitis (selten fulminanter Verlauf);
ca. 50 bis 85 % chronischer Verlauf; davon bei ca. 20 % Entwicklung einer Leberzirrhose mit
dem Risiko eines Leberzellkarzinoms

Diagnostik:nur aus Blut: Nukleinsäurenachweis, HCV-Core-Antigennachweis
Therapie:aufgrund der Komplexität in der Therapie und der Einführung neuer (direkter) antiviraler Medikamente Verweis auf die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungsund Stoffwechselkrankheiten (DGVS): http://www.dgvs.de/leitlinien/aktuelle-empfehlungen/
Prävention:

Untersuchung von Blutspenden und Blutprodukten bzw. Verwendung virusinaktivierter Blutprodukte oder gentechnologisch hergestellter Präparate, PCR-Screening bei Schwangeren;
Verhinderung der gemeinsamen Benutzung von Nadeln in der Risikogruppe der i.v.-Drogenabhängigen;
krankenhaushygienische Vorsorge (Standardhygiene) für eine Vermeidung der HCVÜbertragung
bei der Behandlung und Pflege von Patienten;
berufliche Exposition: keine Postexpositionsprophylaxe möglich, bei akuter Infektion Interferon- Monotherapie zur Verhinderung einer Chronifizierung

Nächste Veranstaltungen ...

Stendaler Symposium „Tierseuchen und Tierschutz beim Rind“

Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, die Tierärztekammer Sachsen-Anhalt und der Bundesverband der beamteten Tierärzte e. V. - Vereinigung der Tierärztinnen und Tierärzte im Öffentlichen Dienst (BbT) laden vom 29. - 31. März 2023 zum 12. Stendaler Symposium „Tierseuchen und Tierschutz beim Rind“ ein.

Das Programm sowie die Anmeldeinformationen werden im Februarheft 2023 des Deutschen Tierärzteblattes veröffentlicht. Sie finden diese Informationen auch hier auf unserer Homepage.

Referiernachmittag Lebensmittelsicherheit

am 19.04.2023

„Lebensmittelauthentizität“
Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Tierärzte, Lebensmittelchemiker und Lebensmittelkontrolleure

Weitere Informationen finden Sie hier.