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Tularämie

Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

Erreger:Bakterien: Francisella tularensis, hohe Widerstandfähigkeit in der Umwelt, insbesondere unter
feuchten und kühlen Bedingungen;
auf der nördlichen Hemisphäre verbreitet
Reservoir:kleine Säugetiere, vor allem Hasen;
Umwelt (Wasser, Erde)
Übertragungsweg:hochkontagiös;
Haut- oder Schleimhautkontakt zu infektiösem Tiermaterial, Verzehr von nicht ausreichend
erhitztem, kontaminiertem Fleisch (Hasen);
Aufnahme von kontaminiertem Wasser o.a. kontaminierten Lebensmitteln;
Inhalation von infektiösem Staub (aus Erde, Stroh oder Heu), durch blutsaugende Ektoparasiten
(z.B. Zecken);
keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung
Inkubationszeit:ca. 1 – 21 Tage, gewöhnlich 3 – 5 Tage
Symptome:zu Beginn meist uncharakteristische Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen,
oft Lymphadenopathie;
abhängig von Eintrittspforte des Erregers, z.B. Geschwüre, Stomatitis, Pharyngitis, Pneumonie
Diagnostik:Antigennachweis; Erregerisolierung; Nukleinsäurenachweis;
Antikörpernachweis (deutliche Änderung zwischen zwei Proben oder einzelner deutlich erhöhter Wert)
Therapie:Aminoglykoside in schweren Fällen, in leichteren Fällen Ciprofloxacin oder Doxycyclin
Prävention:rasche (<24 h) medikamentöse Prophylaxe nach wahrscheinlicher Exposition; potentiell infektiöseTieren/
Vektoren meiden: Zeckenprophylaxe und Tragen von Handschuhen beim Umgang mit krankem Wild;
attenuierter Lebendimpfstoff ist in Deutschland nicht verfügbar
Nächste Veranstaltungen ...

 

 

Vorankündigung

Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, Fachbereich Veterinärmedizin, plant zusammen mit der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt das 12. Stendaler Symposium vom 29. - 31. März 2023.

 

Schwerpunkte sind Tierseuchen und Tierschutz beim Rind.  Das Programm sowie die Anmeldeinformationen werden in Anfang 2023 im Tierärzteblatt und auf den entsprechenden Homepages veröffentlicht.