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Blauzungenkrankheit wieder in Deutschland

Bisher keine Nachweise in Sachsen-Anhalt

Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt - Presseinformation Nr. 039/2018
Halle, 14. Dezember 2018

Seit dem 12. Dezember ist die Blauzungenkrankheit zurück in Deutschland. In einem baden-württembergischen Betrieb wurde die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) bei zwei Rindern nachgewiesen. Das Gebiet um den betroffenen Betrieb wurde in einem Radius von 150 km und für die Dauer von zwei Jahren zum Sperrgebiet erklärt. 

Der baden-württembergische Fall fiel während eines routinemäßig durchgeführten jährlichen Monitorings - das in allen Bundesländern durchgeführt wird, um eigentlich die Freiheit von der Blauzungenkrankheit für Deutschland zu beweisen - auf. Im Rahmen dieses Monitorings wurden im Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) in diesem Jahr 198 Proben von Rindern aus allen Landkreisen untersucht. Eine Erkrankung durch das Blauzungenvirus konnte nicht nachgewiesen werden.

Erstmals trat die Blauzungenkrankheit in Deutschland im August 2006 auf. 2007 und 2008 verbreitet sie sich Infektion schnell über alle Bundesländer. In den Jahren 2008 und 2009 wurden in Deutschland Rinder, Schafe und Ziegen im Rahmen einer Pflichtimpfung erfolgreich mit inaktivierten Impfstoffen gegen BTV-8 geimpft, so dass Deutschland seit 2012 als frei von Blauzungenkrankheit galt.

Die Krankheit betrifft Wiederkäuer, insbesondere Schafe, Ziegen und Rinder. Während Rinder oft symptomlos oder mit milder Klinik erkranken, kann sie bei Schafen akut mit schweren Symptomen bis tödlich verlaufen. Menschen sind für das Virus nicht empfänglich.

Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern durch kleine blutsaugende Mücken (auch Gnitzen genannt). Momentan ist bedingt durch die Witterung nicht mit einem Ausbreiten der Infektion zu rechnen. „Die Gefahr eines schnellen Ausbreitens nimmt mit steigender Temperatur im Frühjahr zu“, so Dr. Bernd Gehrmann. „Wichtig ist, dass möglichst alle Rinder, Schafe und Ziegen im Land in den kommenden Jahren gegen BTV-8 und möglichst zusätzlich gegen den Serotyp 4 (BTV-4) geimpft werden. Tiere, die einmal erkrankt waren bzw. gegen BTV geimpft wurden, können am selben Serotyp nicht erneut erkranken.

 

 

 

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