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Neu auf der Homepage des LAV: Übersicht zu Ergebnissen der ASP/KSP – Untersuchungen bei Wildschweinen

Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt – Presseinformation Nr. 078/2019
Halle, 20. November 2019

Halle. – Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist weiter auf dem Vormarsch.
Neben den europäischen Ländern und Regionen, in denen die ASP bereits länger endemisch vorkommt, kam es kürzlich zu ASP-Ausbrüchen in der Nähe von Belgrad (Serbien) und in einem Wildschweingehege in Budapest (Ungarn). Aktuell ist mit dem Ausbruch der ASP bei Wildschweinen im westlichen Teil Polens die Seuche bis auf ca. 100 km an die Ostgrenze Deutschlands herangerückt. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) belaufen sich darüber hinaus die derzeitigen Verluste auf mehr als 10 Prozent der gesamten Schweinepopulation in China, Vietnam und der Mongolei.
 
Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) betont weiterhin die Bedeutung der risikobasierten Untersuchung von jedem tot aufgefundenen, krank oder mit Organveränderungen erlegten und nach einem Verkehrsunfall verendeten Stück Schwarzwild. Der Aufwand der Probennahme wird seit 2018 bei Einsendung untersuchbarer Proben und korrekter Antragsstellung durch den Jagdausübungsberechtigten mit 50 Euro Aufwandsentschädigung aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Bundeslandes Sachsen-Anhalt honoriert. Im Jahr 2019 wurden bereits 134 Wildschweine mit negativem Ergebnis auf ASP untersucht. Um dem Wunsch der Jägerschaft nach einer Ergebnismitteilung zu ihren eingesandten Proben Rechnung zu tragen, veröffentlicht das LAV auf seiner Homepage ab November 2019 Karten, auf denen die Untersuchungsergebnisse für ASP und KSP räumlich dargestellt sind. Die Jagdausübungsberechtigten haben damit zum ersten Mal die Möglichkeit, sich über die aktuellen Untersuchungen und Ergebnisse im eigenen Jagdbezirk zu informieren. Es muss aber betont werden, dass eine räumliche Darstellung technisch nur für solche Einsendungen möglich ist, bei denen die Angabe der Geo-Koordinaten des Fundortes erfolgt. Das LAV appelliert an die Jägerschaft, diese Daten künftig verstärkt auf den Anträgen anzugeben. Das LAV plant, die Karten halbjährlich zu aktualisieren und weitere Karten für Aujeszkysche Krankheit, Brucellose und weitere Wildtierseuchen bzw. –infektionen zu veröffentlichen.

Die Karte finden Sie unter
https://sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MS/LAV_Verbraucherschutz/veterinaermedizin/wildtiere/ASP-Text_und_Karten.pdf

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