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Rauchen in Sachsen-Anhalt – Landesamt für Verbraucherschutz sieht Anzeichen für positive Trendwende

Presseinformation zum Weltnichtrauchertag 2019 am 31. Mai – Nr. 055/2019
Halle, 29. Mai 2019

Halle. – Ein neues Schlaglicht und etliche aktualisierte bzw. neue Datentabellen (Indikatoren) zu Tabakkonsum und tabakbezogener Morbidität in Sachsen-Anhalt veröffentlichte das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) auf seiner Internetseite zur Gesundheitsberichterstattung (www.gbe.sachsen-anhalt.de).

Die neuen Daten des Mikrozensus 2017 (Begriffserklärung s. grauer Kasten) zeigen, dass der auf Bundesebene berichtete Rückgang des Tabakkonsums anscheinend nun auch in Sachsen-Anhalt angekommen ist (siehe Diagramm).

Auch der Anteil der Eltern, der bei den Schuleingangs- und Schuluntersuchungen angibt, dass im Haushalt des untersuchten Kindes geraucht werde, nimmt allmählich ab (siehe Schlaglicht).

Ein drittes positives Ergebnis, das im Schlaglicht beschrieben ist, betrifft den nun schon seit rund 20 Jahren andauernden deutlichen Rückgang von Lungenkrebs bei älteren Männern (≥ 65 Jahre). Dieser Rückgang ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die „Spätfolge“ einer Änderung des Rauchverhaltens dieser Männerpopulation, die viel früher (vor etwa 25–30 Jahren) stattgefunden hat. Damals war das Rauchen unter Männern stark verbreitet und ging dann ab den 1970/1980er Jahren kontinuierlich zurück.

Die positiven Nachrichten werden durch zwei negative Auswertungsergebnisse getrübt: Erstens ist trotz des beginnenden Rückgangs das Rauchen in Sachsen-Anhalt nach wie vor weiter verbreitet als im Bundesdurchschnitt. Zweitens konnte die im Vergleich zur damaligen Bundesrepublik geringere Raucherquote unter Frauen in der ehemaligen DDR nicht gehalten werden: im heutigen Sachsen-Anhalt z. B. hat seit der Wende ein deutlicher Anstieg der Häufigkeit des Rauchens unter Frauen stattgefunden, so dass die weibliche Raucherquote seit 2003 sogar über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Trotz erster positiver Entwicklungen muss das Landesgesundheitsziel „Senkung des Anteils an Rauchern in der Bevölkerung“ also weiter fest im Blick gehalten werden.

Weitere Informationen unter: www.gbe.sachsen-anhalt.de >>Publikationen/Berichte>> Schlaglicht 1/2019

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung von wirtschaftlichen und sozialen Daten der Einwohner in Deutschland durch stichprobenartige Befragung ausgewählter, repräsentativer Mitglieder der Bevölkerung. Der Mikrozensus dient z. B. der Weiterführung der durch eine Volkszählung gewonnenen Informationen. Fragen zur Gesundheit (u. a. Rauchverhalten) sind im Mikrozensus freiwillig und werden nur etwa alle vier Jahre erhoben.

(Quelle: Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016 und Mikrozensus – Fragen zur Gesundheit, Rauchgewohnheiten der Bevölkerung: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2018.)

 
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