Psychische Belastungsfaktoren im Arbeitsprozess

Diese Internetseite enthält Links zum Thema der psychischen Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz. Arbeitsbedingte psychische Belastungen gewinnen infolge neuer Technologien, zunehmender Arbeitsverdichtung und Flexibilisierung ständig an Bedeutung. Eine ausgeprägte Differenz zwischen den psychischen Anforderungen durch die Arbeit und dem Leistbaren seitens der Beschäftigten, führt zu psychischen Fehlbeanspruchungen, die die Gesundheit der Betroffenen gefährden können. Die Vermeidung psychischer Fehlbeanspruchungen muss Bestandteil des innerbetrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzeptes jedes Unternehmens sein. Dazu ist eine Beurteilung psychischer Belastungsfaktoren im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz erforderlich. Dies wird seitens der Arbeitsschutzbehörde in den Unternehmen zunehmend eingefordert. Bei Fragen können sie sich an die Mitarbeiter der fünf Aufsichtsdezernate des Fachbereichs Arbeitsschutz des Landesamtes für Verbraucherschutz wenden.

  • Ausführliche Informationen zur psychischen Belastung und Beanspruchung im Berufsleben finden Sie auf den Internetseiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Themen der Seiten „Psychische Fehlbelastungen/Stress“ sind

    • Grundlagen
    • Rechtliche Einordnung
    • Gestaltung der Arbeit bei psychischer Belastung
    • Häufig gestellte Fragen
    • Links, Literatur, Downloads u. a.
      siehe unter: http://www.baua.de  Themen von A-Z, Psychische Fehlbelastungen/Stress  

Der „Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik“ (LASI) hat für die Arbeitsschutzverwaltung folgende Veröffentlichungen (LV) herausgegeben:  

  • LV 28 Konzept zur Ermittlung psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz und zu Möglichkeiten der Prävention 
  • LV 31 Handlungsanleitung für die Arbeitsschutzverwaltungen der Länder zur Ermittlung psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz und zu Möglichkeiten der Prävention 
  • LV 52 Integration psychischer Belastungen in die Beratungs- und Überwachungspraxis der Arbeitsschutzbehörden der Länder 

Mobbing am Arbeitsplatz  
Eine einheitliche Definition des Begriffs Mobbing gibt es nicht. Kleine Reibereien, Sticheleien zwischen Beschäftigten am Arbeitsplatz fallen allerdings nicht unter diesen Begriff.  

Nach einer Definition von Heinz Leymann versteht man unter Mobbing eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren Personen systematisch und regelmäßig, dass heißt mindestens einmal pro Woche und mindestens ein halbes Jahr lang, mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Bedrohung oder Diskriminierung empfindet. Die Folgen für das Mobbing-Opfer können schwere Einbußen an Arbeits- und Lebensqualität sein. Es werden verschiedene physische und psychische Erkrankungen sowie soziale Folgen in der Literatur beschrieben.  

Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung nimmt im Themenfeld Mobbing zwei Aufgaben wahr:

  • Das Anstoßen der Mobbing-Prävention in den Unternehmen
    Arbeitgeber und Führungskräfte tragen Verantwortung  zur Vermeidung von Mobbingfällen, sie werden durch die Arbeitsschutzbehörde bei Bedarf aufgefordert, diese wahrzunehmen und getroffene Maßnahmen nachzuweisen.
  • Die Beratung von Mobbing-Opfern
    Der Betroffene erhält auf Wunsch eine Beratung zu seinem weiteren Vorgehen im Betrieb und  Informationen über externe Hilfsangebote, wie z. B. telefonische Beratungen verschiedener Anbieter. Eine Mobbing-Telefon-Hotline zur Beratung bei Konflikten am Arbeitsplatz für Sachsen-Anhalt kann derzeit leider nicht benannt werden.    

Es gehört nicht zu den Aufgaben der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung, einen konkreten Mobbing-Konflikt z.B. durch Vermittlung oder Mediation zu einer Lösung zu führen.  

  • Ausführliche Informationen zum Thema Mobbing befinden sich in einer Informationsschrift der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) - „Der Mobbing-Report - Eine Repräsentativstudie für die Bundesrepublik Deutschland“, als Volltext enthalten auf den Internet-Seiten der BAuA . Inhalte sind u.a.

    • Definition von Mobbing
    • Häufigkeit der Mobbinghandlungen und Dauer des Mobbingprozesses
    • Folgen von Mobbing für Betroffene
    • Bewältigungsformen und Strategien der Betroffenen
    • Ursachen von Mobbing
      siehe unter: http://www.baua.de  Publikationen/Schriftenreihe

Der „Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik“ (LASI) hat für die Arbeitsschutzverwaltung folgende Veröffentlichung (LV)  herausgegeben:  

  • LV 34  Gegen Mobbing – Handlungsanleitung für die Arbeitsschutzverwaltungen der Länder   

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Nächste Veranstaltungen ...
Am 12.09.2018 findet in Magdeburg die nächste Fortbildungsveranstaltung »Kinder- und Jugendzahnärztlicher Dienst« statt. Programminfos und Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte diesem Flyer.