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Frei­bä­der mit bio­lo­gi­scher Was­ser­auf­be­rei­tung

Neben den Bä­dern mit einer Auf­be­rei­tung nach DIN 19643 gibt es auch Frei­bä­der mit bio­lo­gi­scher Auf­be­rei­tung. Für diese Bäder sind die Leit­li­ni­en der FFL zu be­ach­ten.
Klein­ba­de­tei­che sind künst­lich an­ge­leg­te Schwimm und Ba­de­teich­an­la­gen im Frei­en, die spe­zi­ell zu Ba­de­zwe­cken ge­baut wur­den, ge­gen­über dem Un­ter­grund ab­ge­dich­tet sind und deren Auf­be­rei­tung aus­schließ­lich durch bio­lo­gi­sche und me­cha­ni­sche Maß­nah­men und nicht durch Des­in­fek­ti­ons­ver­fah­ren er­folgt.
 
Das Was­ser im Schwimm-​ und Ba­de­teich wird durch die in ihm le­ben­den Mi­kro­or­ga­nis­men (Bak­te­ri­en etc.), durch Phyto-​ und Zoo­plank­ton und durch Was­ser­pflan­zen (Ma­kro­phy­ten) sowie durch Sand- oder Kies­fil­ter ge­rei­nigt, ohne das Was­ser zu des­in­fi­zie­ren.
 
Den­noch soll eine Ge­sund­heits­ge­fahr für die Ba­den­den mit aus­rei­chen­der Si­cher­heit aus­ge­schlos­sen wer­den. Diese Ri­si­ko­min­de­rung kann bei Klein­ba­de­tei­chen nur durch Ver­dün­nung des Was­sers er­reicht wer­den.

An­for­de­run­gen an die Was­ser­qua­li­tät
 

Frei­bä­der mit bio­lo­gi­scher Was­ser­auf­be­rei­tung sind künst­lich an­ge­leg­te Öko­sys­te­me, in denen die Ver­hält­nis­se von na­tür­li­chen Ge­wäs­sern nach­ge­bil­det wer­den sol­len. Damit un­ter­schei­den sie sich grund­le­gend von her­kömm­li­chen Frei­bä­dern. Die Was­ser­be­schaf­fen­heit ist von den öko­lo­gi­schen Ver­hält­nis­sen, der Art und In­ten­si­tät der Nut­zung sowie der bau­li­chen und tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen ab­hän­gig. Die ins­be­son­de­re durch die Ba­den­den ein­ge­brach­ten Be­las­tun­gen wer­den durch bio­lo­gi­sche Vor­gän­ge und un­ter­stüt­zen­de Maß­nah­men im Auf­be­rei­tungs­be­reich eli­mi­niert. Um eine ein­wand­freie Was­ser­be­schaf­fen­heit zu schaf­fen, müs­sen phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche, bio­lo­gi­sche und hygienisch-​mikrobiologische Pa­ra­me­ter be­rück­sich­tigt wer­den.

Da in die­sen Bä­dern eine Des­in­fek­ti­on des Be­cken­was­sers nicht mög­lich ist, muss durch den Bad­be­trei­ber auf die er­höh­te In­fek­ti­ons­ge­fähr­dung hin­ge­wie­sen wer­den.

Die Höchst­wer­te der hygienisch-​mikrobiologischen Pa­ra­me­ter rich­ten sich nach den Emp­feh­lun­gen des Um­welt­bun­des­am­tes (UBA): „Hy­gie­ni­sche An­for­de­run­gen an Klein­ba­de­tei­che (künst­li­che Schwimm-​ und Ba­de­teich­an­la­gen)“. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen kön­nen den Richt­li­ni­en für Pla­nung, Bau, In­stand­hal­tung und Be­trieb von Frei­bä­dern mit bio­lo­gi­scher Was­ser­auf­be­rei­tung (Schwimm-​ und Ba­de­tei­che) der For­schungs­ge­sell­schaft Land­schafts­ent­wick­lung Land­schafts­bau e.V. (FLL) ent­nom­men wer­den.

Emp­feh­lung des Um­welt­bun­des­am­tes: Hy­gie­ni­sche An­for­de­run­gen an Klein­ba­de­tei­che

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