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Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

Erreger:Bakterien: Enterohämorrhagische Escherichia (E)-coli-Stämme (EHEC; andere Bezeichnung: Shigatoxin-produzierende E. coli (STEC), können Shiga-like-Toxine bilden);
weltweit verbreitet
Reservoir:Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen), Wildwiederkäuer (Rehe und Hirsche), gelegentlich andere landwirtschaftliche Nutztiere sowie Heimtiere, Zoonose
Übertragungsweg:fäkal-oral;
kontaminierte Nahrungsmittel (Rinderhackfleisch, Salami, Mettwurst, Rohmilch, Rohmilchprodukte, auch pflanzliche Lebensmittel); kontaminiertes Bade- und Trinkwasser;
Tier zu Mensch und Mensch zu Mensch
Inkubationszeit:2 bis 10 Tage (Latenzzeit zwischen gastrointestinalen Beschwerden und enteropathischem HUS bis zu ca. 2 Wochen)
Ausscheidungsdauer:Tage bis Wochen, solange die Bakterien im Stuhl nachgewiesen werden
Symptome:Symptome EHEC-assoziierter HUS-Erkrankungen beginnen bis zu 2 Wochen nach Beginn des oft blutigen Durchfalls;
manchmal Krampfanfälle HUS: hämolytische Anämie, Thrombozytopenie, Nierenversagen, Anurie
Diagnostik:Nachweis von Shigatoxin aus E.-coli-Kultur aus Stuhl; Bei O157-Antigen-Nachweis von Shigatoxin aus Stuhlanreicherungskultur, Stuhlmischkultur oder E.-coli-Kultur aus Stuhl; Nukleinsäurenachweis eines Shigatoxin-Gens aus Stuhlanreicherungskultur, Stuhlmischkultur oder E.-coli-Kultur aus Stuhl
Therapie:forcierte Diurese, Hämo- oder Peritonealdialyse
Prävention:strikte Einhaltung von Hygienevorschriften bei Tierkontakt (insbesondere Kinder) und beim Umgang
mit Lebensmitteln;
rohe tierische Lebensmittel und andere leicht verderbliche Lebensmittel (z.B. Fleisch, Mettwurst, Wurstaufschnitt, Milch und Milcherzeugnisse, Feinkostsalate) stets bei Kühlschranktemperatur lagern; kein Verzehr von roher Milch und unzureichend gegartem oder rohem Rindfleisch;
Händehygiene
Besonderheiten:höchste Risikofaktoren bei Kleinkindern: direkter Kontakt zu Wiederkäuern, Konsum von Rohmilch, Vorkommen von Durchfall in Familie;
höchste Risikofaktoren bei älteren Kindern und Erwachsenen: Lebensmittel (Lammfleisch, streichfähige Rohwürste); HUS betrifft v. a. Kinder
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Terminverschiebung: Stendaler Symposium "Tierseuchen und Tierschutz beim Rind"

Das vom Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt für den 17.–19. März 2021 geplante 12. Stendaler Symposium "Tierseuchen und Tierschutz beim Rind" muss infolge der CODID-19-Pandemie verschoben werden.

Es findet nun vom 22.–24. September 2021 statt. Die Veranstalter planen weiterhin eine Präsenzveranstaltung. Sollte die Entwicklung der Gefährdungslage bis zum Sommer 2021 dies nicht zulassen, wird die Durchführung als Online-Veranstaltung in Erwägung gezogen.

Anfragen und Hinweise richten Sie bitte an LAV-Symposiumstendal(at)sachsen-anhalt.de.
 
 
Ankündigung des Fachbereiches Veterinärmedizin im Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt

Die Tierärztekammer führt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verbraucherschutz einen Fortbildungskurs »Tierärztliche Bestandsbetreuung und Qualitätssicherung im Erzeugerbetrieb Rind« für Tierärzte/-innen durch. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte diesem Flyer.