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Hepatitis E

Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

Erreger:Hepatitis-E-Virus (HEV);
Vorherrschen der humanpathogenen Genotypen: HEV 1 (Asien, Afrika), 2 (Afrika, Mexiko),
3 (Amerika, Europa), 4 (Asien)
Reservoir:

Mensch, HEV Genotyp 3 und 4 auch bei Schwein, Wildschwein

Übertragungsweg:

unzureichend gegartes, infiziertes Schweinefleisch (v.a. Leber, Zoonose);
in Einzelfällen als Tropenkrankheit importiert (Infektion über kontaminiertes Trinkwasser
oder Lebensmittel);
Mensch-zu-Mensch-Übertragung, fäkal-oral, Bluttransfusionen oder Organtransplantationen

Inkubationszeit:15 – 64 Tage, Median 40 Tage
Symptome:

> 99 % der Fälle asymptomatisch; i.d.R. selbstlimitierende Erkrankung ähnlich einer Hepatitis A
mit Ikterus, Pruritus und Oberbauchschmerzen;
schwerwiegende Verläufe mit akutem Leberversagen sind selten, treten jedoch insbesondere bei Schwangeren und Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung gehäuft auf (20–25 %);
bei immunsupprimierten Patienten sind auch chronische Verläufe möglich, die in kurzer Zeit zu Leberzirrhosen führen können

Diagnostik:Nukleinsäurenachweis nur in Blut oder Stuhl;
IgM-Antikörpernachweis; IgG-Antikörpernachweis (deutliche Änderung zwischen zwei Proben)
Therapie:symptomatisch;
akut und chronisch: Ribavirin; chronisch: Interferon-alpha und Ribavirin
Prävention:

keine spezifische Prophylaxe möglich; Hände- und Lebensmittelhygiene; kein Verzehr von rohen Schweinefleischprodukten; Hygienevorschriften bei der Schweinemast

 

Nächste Veranstaltungen ...

 

 

Vorankündigung

Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, Fachbereich Veterinärmedizin, plant zusammen mit der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt das 12. Stendaler Symposium vom 29. - 31. März 2023.

 

Schwerpunkte sind Tierseuchen und Tierschutz beim Rind.  Das Programm sowie die Anmeldeinformationen werden in Anfang 2023 im Tierärzteblatt und auf den entsprechenden Homepages veröffentlicht.