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Listeriose

Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

Erreger:Bakterien: v. a. Listeria monocytogenes
Reservoir:Erde, auch auf Pflanzen, in Abwässern, im landwirtschaftlichen Bereich (Tierfutter, Silage)
Übertragungsweg:kontaminierte tierische und pflanzliche Lebensmittel;
nosokomial; Neugeboreneninfektion transplazentar, während der Geburt oder postnatal
Inkubationszeit:ca. 3 - 70 Tage;
gastrointestinal: wenige Stunden bis zu 6 Tage;
septikämisch: 1-12 Tage (Median 2 Tage);
neuroinvasiv: 1-14 Tage (Median 9 Tage);
schwangerschaftsassoziiert: 17-67 Tage (Median 27,5 Tage)
Ausscheidungsdauer:mehrere Monate; Nachweis bei Müttern von infizierten Neugeborenen bis zu 7–10 Tage nach der Entbindung
Symptome:Besiedlung des Darms oder Gastroenteritis beim immunkompetenten Menschen;
bei älteren Menschen, chronisch Kranken oder Immunsupprimierten grippeähnliche Symptome, Abszesse, Arthritis bis zur Sepsis oder eitrigen Meningitis bzw. (Rhomb)Enzephalitis (grundsätzlich
jedes Organ möglich);
bei Schwangeren meist unauffällig als grippaler Infekt, ungeborenes Kind kann infiziert oder als Früh-/Totgeburt zur Welt kommen;
neonatale Listeriose: Frühinfektion (Auftreten in der 1. Lebenswoche) mit Sepsis, Atemnotsyndrom, Hautläsionen (Granulomatosis infantiseptica) und häufig infauster Prognose; Spätinfektion ab 2. Lebenswoche mit Meningitis (meist bei Infektion unter der Geburt) Letalität bis zu 30%;
lokale Hautläsionen nach Kontakt zu infizierten Tieren
Diagnostik:Erregerisolierung; Nukleinsäurenachweis
Therapie:Amoxicillin oder Ampicillin plus Aminoglykosid; Cotrimoxazol (2. Wahl)
Prävention:Lebensmittel- und Küchenhygiene;
Risikogruppen sollten auf Rohfleischerzeugnisse, rohen Fisch, vorgeschnittene verpackte Blattsalate
und Rohmilchweichkäse verzichten
Nächste Veranstaltungen ...

 

 

Vorankündigung

Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, Fachbereich Veterinärmedizin, plant zusammen mit der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt das 12. Stendaler Symposium vom 29. - 31. März 2023.

 

Schwerpunkte sind Tierseuchen und Tierschutz beim Rind.  Das Programm sowie die Anmeldeinformationen werden in Anfang 2023 im Tierärzteblatt und auf den entsprechenden Homepages veröffentlicht.