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Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) veröffentlicht Jahresbericht »Infektionskrankheiten 2018 Sachsen-Anhalt«

Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt – Presseinformation Nr. 009/2020
Halle, 24. März 2020

Halle. – Der Jahresbericht informiert über die Häufigkeit der meldepflichtigen Infektionskrankheiten, ihren zeitlichen und saisonalen Verlauf, demographische Merkmale und die regionale Verteilung in den 14 Landkreisen (LK) und kreisfreien Städten (SK) Sachsen-Anhalts. Außerdem geht er auf epidemiologische Besonderheiten, wie z. B. Erregertypisierung und Erkrankungshäufungen ein.

Wie in den Vorjahren werden in 53 Kapiteln die absoluten Fallzahlen und die Inzidenzen des aktuellen Berichtsjahres und des Vorjahres zusammen mit einem kurzen Steckbrief der Erkrankung vorangestellt.

Breiten Raum nehmen die Darstellung gastrointestinaler Erkrankungen, der Virushepatitis, der Meningitis, der impfpräventablen Krankheiten wie Masern und Röteln, der Tuberkulose sowie der Influenza ein.

Im Jahr 2018 stach hervor, dass erstmals in Deutschland bei einem Vogel, der Mitte August 2018 in Halle (Saale) in seiner Voliere tot aufgefunden worden war, eine Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) festgestellt worden war. Der Nachweis gelang im LAV und wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt.

Im Jahr 2019 konnte sich das Virus im Land weiter ausbreiten. Die Infektion mit dem Virus wurde bei insgesamt 10 Vögeln und 29 Pferden nachgewiesen. Der Schwerpunkt der Infektionen lag wie bereits 2018 im Süd-Osten Sachsen-Anhalts.
Erstmalig infizierten sich auch zwei Menschen mit dem WNV in Sachsen-Anhalt.
Die überwiegende Zahl der Infektionen beim Menschen verläuft unauffällig oder mild. Personen über 50 Jahre sowie Immunsupprimierte haben das höchste Risiko schwer zu erkranken. Eine Schutzimpfung für Menschen gibt es nicht. Wie bei anderen durch Mücken oder Zecken übertragbaren Infektionen zählt zu den Schutzmaßnahmen u. a. die Vermeidung von Mücken- bzw. Zeckenstichen durch entsprechende Kleidung und Repellents.

Der Jahresbericht ist hier abrufbar.

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