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Un­ter­su­chun­gen zum ASP (Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest) - Früh­erken­nungs­pro­gramm haben be­gon­nen.

Lan­des­amt für Ver­brau­cher­schutz Sachsen-​Anhalt – Pres­se­infor­ma­ti­on 021/2020

Halle, 22. Juli 2020

Seit Mai 2020 kön­nen schwei­ne­hal­ten­de Be­trie­be ein ASP-​Früherkennungsprogramm eta­blie­ren, das es ihnen im Falle eines ASP-​Ausbruchs bei Wild­schwei­nen er­mög­li­chen kann, eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zum Ver­brin­gen ihrer Tiere ohne auf­wen­di­ge Ein­zel­tier­un­ter­su­chun­gen zu er­hal­ten. Diese Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung im Tier­seu­chen­fall bleibt je­doch immer eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung der zu­stän­di­gen Be­hör­de.

Die De­tail­re­ge­lun­gen für Sach­sen–An­halt sind in einem Er­lass des Mi­nis­te­ri­ums für Um­welt, Land­wirt­schaft und En­er­gie fest­ge­legt.

Ein Be­stand­teil die­ser Re­ge­lun­gen sind die vom Fach­be­reich Ve­te­ri­när­me­di­zin des Lan­des­am­tes für Ver­brau­cher­schutz (LAV) er­ar­bei­te­ten Emp­feh­lun­gen zur Pro­ben­ent­nah­me. Sie sind auf der Home­page des LAV ab­ruf­bar unter dem Link https://ver­brau­cher­schutz.sachsen-​anhalt.de/ve­te­rinaer­me­di­zin/schwei­ne/

Die not­wen­di­gen La­bor­un­ter­su­chun­gen zum Nach­weis der Frei­heit von ASP er­fol­gen im Fach­be­reich Ve­te­ri­när­me­di­zin des LAV. Durch die Schwei­ne­hal­ter sind pro Ka­len­der­wo­che min­des­tens die ers­ten bei­den über 60 Tage alten ver­en­de­ten Haus­schwei­ne be­pro­ben zu las­sen. Die Pro­ben wer­den im LAV mit­tels PCR auf das Vor­han­den­sein des ASP-​Genoms un­ter­sucht. Ge­eig­net und emp­foh­len für die Un­ter­su­chung wer­den Herz­blut oder al­ter­na­tiv ein blut­ge­tränk­ter Tup­fer. So­wohl Blut­pro­ben als auch deut­lich blut­hal­ti­ge Tup­fer kön­nen von ma­xi­mal 5 Tie­ren ge­mein­sam als ein Pool un­ter­sucht wer­den. Durch die Un­ter­su­chung von ver­en­de­ten Tie­ren, wel­che im po­si­ti­ven Fall sehr hohe Vi­rus­las­ten im Blut auf­wei­sen, kann die etwas ge­rin­ge­re Emp­find­lich­keit der Pool­un­ter­su­chung in Kauf ge­nom­men und somit die Un­ter­su­chung von Blut bzw. Blut­tup­fer­pro­ben für 12 € pro Ein­zel­pro­be durch­ge­führt wer­den.

Da ASP als Tier­seu­che in in­fi­zier­ten Tie­ren einen schwe­ren, in der Regel töd­li­chen Ver­lauf nimmt, sich in­ner­halb eines Be­stan­des aber in der Regel lang­sam aus­brei­tet, ist die­ser ri­si­ko­ba­sier­te An­satz sehr gut ge­eig­net, um mit aus­rei­chen­der Si­cher­heit die Frei­heit von ASP in den teil­neh­men­den Be­trie­ben zu ge­währ­leis­ten.

Diese re­gel­mä­ßi­ge Durch­füh­rung einer Früh­erken­nung be­reits in Zei­ten vor Aus­bruch der ASP bei Wild­schwei­nen er­öff­net den schwei­ne­hal­ten­den Be­trie­ben eine loh­nen­de Per­spek­ti­ve. Sie bie­tet ihnen die Mög­lich­keit, er­leich­tert eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung für den Trans­port ihrer Tiere zu er­hal­ten. Dies gilt für den Fall, dass ihr Be­trieb nach der amt­li­chen Fest­stel­lung des Aus­bru­ches der ASP bei Wild­schwei­nen in einem dann ein­zu­rich­ten­den Re­strik­ti­ons­ge­biet liegt.

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